Monatsarchiv: Februar 2012

Flöhe wirksam bekämpfen

von Perdita Goltz

Oft sind Tierhalter erstaunt, wenn der Tierarzt Flöhe auf ihrem flauschigen Liebling entdeckt – und dann kriegt und kriegt man die Biester nicht weg. Deshalb hier mal unsere bewährten Tipps zur Bekämpfung der lästigen Plagegeister – viel Text, aber wichtig!

Flöhe wirksam bekämpfen

Viel Erfolg!

Update 1. Bremer Tiertafel-Infotag

von Perdita Goltz

Unser 1. Bremer Tiertafel-Infotag war ein voller Erfolg. Sogar die Fensterbänke in unserer Ausgabestelle wurden als Sitzplatz genutzt – mit so einem Besucheransturm hatten wir nicht gerechnet! Neben unserer eigenen Werbung ist dies sicher der Bremer Tageszeitungen AG zu verdanken, die im Weser-Kurier freundlicherweise zwei Hinweise auf unsere Veranstaltung abgedruckt hatte. Danke dafür!

Frau Petra Bauer hatte viel Anschauungsmaterial mitgebracht, um uns nahezubringen, “was Katzen wirklich wollen” (so der Titel ihres Vortrags).

Schon von Beginn an stellten die Besucher viele Fragen, die Frau Bauer geduldig beantwortete. Mir hat die Mitmachaktion besonders gut gefallen: Hierzu wurden Zeichnungen verteilt, und die Besucher sollten die jeweilige Befindlichkeit der abgebildeten Samtpfoten einschätzen, wobei es durchaus unterschiedliche Meinungen gab!

Eindringlich legte Frau Bauer dar, wie langweilig so ein einsamer Tag für einen nur in der Wohnung gehaltenen Stubentiger sein kann und hatte viele Tipps parat, um dem Abhilfe zu schaffen: Eine katzengerechte Einrichtung der Wohnung (was eine Erwähnung in “Schöner Wohnen” dann vermutlich ausschließt ;-) ), Futter-, Jagd- und Beschäftigungsspiele sowie die Möglichkeit, wenigstens zum Teil katzentypisches Verhalten zeigen zu können, wie zum Beispiel mit dem sogenannten “Kratzmarkieren”. Katzen lieben es nämlich deshalb so besonders, ihre Krallen in weiches Material zu schlagen, weil sie durch die dort hinterlassenen Spuren auch deutlich zeigen können: Hier wohne ich!

Liebe Petra Bauer, wir bedanken uns noch einmal herzlich, dass Sie unseren Kunden und Besuchern Ihr Wissen und Ihre Zeit ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
www.auf-katzenart.de

Petra Bauer (links) mit unserem Teammitglied Franziska beim Aufbau der Katzenspielzeuge zum Selbermachen.

 

 

 

Vorher …

 

 

 

 

Nachher!

Update: Notfellchen Cherry

von Perdita Goltz

“Ein Tier zu retten ändert nicht die Welt, aber die ganze Welt ändert sich für dieses eine Tier.”

Mit diesem wunderbaren Zitat eines leider unbekannten Autors möchten wir unser Update zu Cherry beginnen, über die wir am 18. Januar 2012 berichtet hatten. Ganz dringend wurde eine Pflegestelle oder gar ein endgültiges Zuhause für die kranke Hündin gesucht, die es in ihrem bisherigen Leben nicht so besonders gut hatte und viel hin- und hergeschubst wurde.

Ja, viel schneller als erwartet ist ein kleines Wunder für Cherry geschehen – sie wurde vom gesamten Team der Tiertafel-Ausgabestelle Grafschaft Bentheim adoptiert.

Cherry beschützt und geborgen mit neuem Frauchen – sieht ziemlich gemütlich aus!

 

 

 

Liebe Cherry, wir wünschen Dir eine glückliche Zeit mit all Deinen neuen Menschen. Liebes Grafschaft-Team – ihr seid toll!

Update “Kleine Reporter”

Für alle Langschläfer, die am Sonntag nicht “Zebravier” gehört haben (ts ts), hier der Link zur Radio Bremen Mediabox:

http://www.radiobremen.de/bremenvier/programm/sendungen/zebravier/

Kurz, aber gut!

Zurzeit (20. Februar 2012) steht der Hinweis auf den Bericht natürlich ganz oben auf der Zebravier-Seite – hoffentlich bleibt er da noch eine Weile ;-)

Ein wenig Statistik …

von Perdita Goltz

Inzwischen haben wir 422 Kunden mit 723 Tieren in die Kartei der Bremer Ausgabestelle aufgenommen – 256 Hunde, 384 Katzen und 83 Kleintiere wie Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Frettchen, Vögel und Fische.

Nicht alle Kunden kommen regelmäßig, viele versuchen, so gut es geht allein über die Runden zu kommen. Aber am Monatsende wird es überall knapp, da ist es gut, wenn man sich auf die Tiertafel verlassen kann …

In 2011 hat die Bremer Ausgabestelle 6,6 Tonnen Futter an die Tiere bedürftiger Bremer Tierhalter verteilt. Einmal mehr ein großes Dankeschön an die Spender und Förderer, die dies möglich gemacht haben.

Kleine Reporter von Zebravier

von Perdita Goltz

Die kleinen Reporter von “Zebravier”, der wöchentlichen Kindersendung auf Radio Bremen Vier, möchten über die Tiertafel berichten. Deshalb haben sie uns gestern in der Ausgabestelle besucht.

http://www.radiobremen.de/bremenvier/programm/sendungen/zebravier/

Begleitet wurden sie vom Redakteur Andree Pfitzner, der unter anderem auch den “Bremer Tierladen” moderiert.

Wir waren erstaunt, wie gut die Kinder sich vorbereitet hatten. Unsere Teammitglieder waren bestens gefordert, alle Fragen zu beantworten. Liebe Kinder, das hat Spaß gemacht!

Schon morgen (19. Februar) könnt ihr zwischen 8 und 11 Uhr bei “Zebravier” das Ergebnis hören.

Hier noch ein Handyfoto, dessen schlechte Qualität kaum zu überbieten ist ;-) , aber wir möchten es euch dennoch nicht vorenthalten!

aktualisiert: Team Bremen

Mein Name ist Perdita Goltz, ich bin seit August 2009 im Bremer Tiertafel-Team.

Ich war schon lange auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe, aber ursprünglich wollte ich hier nur viele Hunde kennenlernen (und streicheln) und vielleicht mal ein paar Leckerli-Tütchen packen.

Allerdings hat es nicht lange gedauert, bis ich vollends mit dem TT-Virus infiziert war, und inzwischen nimmt meine ehrenamtliche Arbeit einen erheblichen Teil meiner Freizeit ein.

Neben verschiedenen Bürotätigkeiten (Datenbank- und Dokumentenverwaltung), dem Verfassen von Werbe- und sonstigen Texten, der fortlaufenden Erweiterung unserer Kundentier-Fotowand und dem Erstellen fantasievoller Merk- und Abhaklisten (an dieser Stelle drehen die Teammitglieder genervt die Augen gen Himmel ;-) ) betreue ich diesen Blog und organisiere hauptverantwortlich den DogWalk der Bremer Ausgabestelle. Natürlich bin ich auch fast jeden Freitag vor Ort in der Faulenstraße 75.

Mein besonderes Interesse gilt der Pflege und dem Schutz alter Tiere mit ihren speziellen Bedürfnissen, denn die werden viel zu oft vernachlässigt und leiden dann still vor sich hin. Hier ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die positiven Aspekte des Zusammenlebens mit Tieren weiter in den gesellschaftlichen Fokus rücken, und dass bedürftige Tierhalter auch von offizieller Seite wieder mehr Unterstützung erhalten. Und, ganz wichtig: Die bundesweite Abschaffung diskriminierender Rasselisten sowie den “Hundeführerschein” als Pflicht. Übrigens: Leckerli-Tütchen packe ich immer noch gern!

Wie eine Ausgabestelle entsteht

von Perdita Goltz

Oft werden wir gefragt, warum es in bestimmten Städten keine Ausgabestelle der Tiertafel Deutschland e.V. gibt. Gute Frage, denn tatsächlich könnte fast jede Stadt eine Ausgabestelle brauchen, die Zahl der bedürftigen Tierhalter steigt stetig.

Allerdings ist der Aufbau einer Ausgabestelle nicht einfach, es steckt viel mehr dahinter, als nur ein paar Futterdosen über den Tresen zu schubsen (sofern es überhaupt einen Tresen gibt).  

Zuerst einmal müssen sich mindestens vier Helfer/Helferinnen in der jeweiligen Stadt zusammenfinden, die bereit sind, viel Arbeit ohne Bezahlung zu leisten - sämtliche Mitarbeiter der Tiertafel arbeiten ehrenamtlich. Günstigenfalls haben die “Neuen” bereits eine andere Ausgabestelle besucht und sich dort sowie in unserem Forum umfassend über die Arbeit der Tiertafel Deutschland e.V. informiert.

Nun gilt es, möglichst mietfreie Räume zu finden, in denen das Futter gelagert werden und die Ausgabe stattfinden kann. Mietpaten dringend gesucht! An diesem Punkt scheitern bereits viele Planungen, denn trotz hoher Leerstände sind geeignete Räume äußerst schwer zu finden. Unsere Münchner Ausgabestelle beispielsweise hat weder Heizung noch fließend Wasser oder eine Toilette – man kann sich vorstellen, das dies die Arbeit nicht gerade erleichtert. 

Gleichzeitig heißt es, die geplante neue Ausgabestelle überall bekannt zu machen und Verbündete zu suchen – Mundpropaganda, “Klinkenputzen” bei Zeitungen und anderen Medien, Flyer verteilen, die Stadtverwaltung und andere offizielle Stellen ansprechen … die Reaktionen sind meist positiv, aber bis konkrete Unterstützung und weitere Fürsprache angeboten wird – das kann dauern!

Darüber darf natürlich das Wichtigste nicht vergessen werden: Die Beschaffung von Futter- und Sachspenden zur kostenfreien Weitergabe an die Tiertafel-Kunden. Futtermittelhersteller, ortsansässige Händler und auch Privatpersonen werden angesprochen.

Glücklicherweise können sich die “Frischlinge” darauf verlassen, bei allen Fragen umfassend vom Vorstand und den Teams der anderen Ausgabestellen unterstützt zu werden. Großer Einsatzwille, noch größerer Optimismus und Idealismus sind jedoch unabdingbare Voraussetzungen, um eine Ausgabestelle entstehen zu lassen.

Und eines Tages ist es dann soweit: Eine weitere Ausgabestelle der Tiertafel Deutschland e.V. öffnet ihre Pforten, und die ersten Kunden mit ihren Tieren können begrüßt werden. Dass die Arbeit dann erst richtig anfängt – darüber berichten wir in einem der nächsten Artikel.

Notfall: Dringend Pflegestelle gesucht

Für einen besonderen Notfall benötigen wir Ihre Mithilfe, bitte hören Sie sich auch bei Freunden und Bekannten um:

Wir suchen dringend eine Pflegestelle für eine 10 Jahre alte Schäferhund-Mischlingshündin. Schön wäre eine Unterkunft, in der sie wenig bis keine Treppen steigen muss und erst einmal zur Ruhe kommen kann – liebevoll aufgenommen und liebevoll umsorgt.

Futter und Zubehör wird selbstverständlich gestellt.
Angebote bitte an pflegestellen@tiertafel.de oder 0152-23231952.

Weitere Infos zu unserer Notfall-Hündin, z.B. zu ihrer Verträglichkeit mit Katzen, folgen in Kürze. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Mal innehalten …

tut dem gut, dessen Anspruchsdenken möglicherweise in Schieflage ist:

“Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, wäre dieses Dorf wie folgt bewohnt:

57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord- und Süd-), acht Afrikaner. 52 wären Frauen, 48 Männer. 70 nicht-weiße Menschen, 30 weiße Menschen. 70 Nicht-Christen, 30 Christen. 89 Heterosexuelle, elf Homosexuelle. Sechs Personen würden 59 Prozent des gesamten Weltreichtums besitzen, alle sechs Personen kämen aus den USA. 80 Personen hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse, 70 wären Analphabeten, 50 wären unterernährt, einer würde sterben, zwei würden geboren, nur einer hätte einen akademischen Abschluss.

Falls Sie heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht sind, sind Sie glücklicher als eine Million Menschen, die die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls Sie nie Auseinandersetzungen während eines Krieges erlebt haben, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie der Gequälten oder Hunger gespürt haben, dann sind Sie glücklicher als 500 Millionen Menschen auf der Welt.

Falls sich in Ihrem Kühlschrank Essen befindet, Sie angezogen sind, ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Hinlegen haben, sind Sie reicher als 75 Prozent der Einwohner dieser Welt. Wenn Sie ein Konto bei der Bank haben, etwas Geld im Portemonnaie, gehören Sie zu den acht Prozent der Wohlhabenden auf dieser Welt.

Und wenn Sie dies lesen, haben Sie Glück, denn Sie gehören nicht zu den zwei Millionen Menschen in Deutschland, die nicht lesen können.”

(Verfasser leider unbekannt)

 Wir wünschen einen besinnlichen Sonntag!