Von unserer Ausgabestellenleiterin Gitta Küstner
Am ersten Augustwochenende 2009 standen die Messehallen auf der Bürgerweide ganz im Zeichen des Hundes unter dem Motto “Bremen bellt”, der 1. internationalen Rassehundausstellung hier in Bremen. Ich kannte solche Veranstaltungen bisher nur aus Fernsehberichten und war total begeistert, einmal live dabei sein zu dürfen.
Als wir am Freitagabend zum Aufbau unseres Standes für die Tiertafel eintrafen, bekam ich den ersten Eindruck in Form der vor den Hallen geparkten Wohnwagen der Teilehmer. Ich war erschrocken über die in Boxen übereinander gestapelten Hunde und über die, die in sehr kleinen Freilaufgehegen zwischen den Wagen gesessen haben. Wie mögen die Tiere sich bei den extrem sommerlichen Temperaturen gefühlt haben?
Am Samstag nach Beginn der offiziellen Veranstaltung wollte ich mir das Geschehen in den Hallen 5 -7 einmal anschauen. Ich war zunächst verwundert, dass mich niemand von unserem Team begleiten wollte, dann hat sich aber Chris doch noch mit mir auf den Weg gemacht.
Mir fehlen immer noch die Worte, um den Anblick, der sich uns bot, beschreiben zu können. Es war klar, dass viele Hunde vor Ort sein würden. Ich spreche auch nicht von der Mehrheit der Hunde, die neben ihren Haltern oder in ausreichend großen Boxen lagen. Ich spreche von den Hunden, die zu Mehreren in einer zu kleinen Box liegen mußten oder allein in einer Box weder richtig sitzen, noch entspannt liegen konnten. Ich spreche von einem großen Hund, der frisch toupiert auf dem Frisiertisch liegen musste und verzweifelt versuchte eine bequeme Position einzunehmen. Mein Kloß im Hals wurde von Halle zu Halle immer größer. Kaum waren wir aus diesem Alptraum wieder raus, konnte ich die Tränen des Mitleids für diese Hunde nicht mehr zurückhalten.
Ich würde gerne wissen, wie die Hunde darüber denken!





